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Drei Wochen lang stand an der Schule alles im Zeichen des Sports. Kurz vor den zwei Wochen Ferien fand dann das grosse Sportfest statt. Alessia und ich wurden gefragt, ob wir zuschauen möchten. Natürlich wollten wir. Wir waren neugierig, wie so ein Anlass hier in Sri Lanka abläuft, und freuten uns darauf, die Kinder vom Rand aus anzufeuern.
So viel zum Plan.
Kaum auf dem Schulgelände angekommen, wurden wir nämlich direkt auf ein Podium geführt. Von dort hatten wir beste Sicht auf die „Sportanlage", auf der die Kinder rannten, Staffeln absolvierten und mit vollem Einsatz dabei waren. Statt unauffällig am Rand zu stehen, sassen wir plötzlich mitten im Geschehen. Wir wurden mit Tee und Essen versorgt und fühlten uns fast ein wenig königlich.
Drei verschiedene Schulen traten gegeneinander an, die Stimmung war lebendig und voller Energie. Als unsere Mädchen uns auf dem Podium entdeckten, strahlten sie übers ganze Gesicht. Wir konnten ihnen zuwinken, Daumen drücken und sie anfeuern. Allein dafür hat sich der Tag schon gelohnt.
Doch es blieb nicht beim Zuschauen. Plötzlich hiess es: aufstehen und mitkommen. Jede Schule hatte in der Woche zuvor ein „Haus" gebaut, das nun bewertet werden sollte. Und wir sollten Teil der Jury sein. Zum Glück war ein Kindermädchen vom Angels Home ebenfalls dabei, also zogen wir gemeinsam los.
Die Häuser waren echte Kunstwerke. Mit viel Kreativität und Liebe zum Detail gestaltet. Besonders schön war zu sehen, wie stolz unsere Mädchen ihre Werke präsentierten. Es wurden unzählige Fotos gemacht, und als Teil der Jury gehörten wir natürlich immer dazu. Auch wenn uns die Überforderung zwischendurch ins Gesicht geschrieben stand. Wir verstanden kein Wort und wurden immer wieder freundlich weitergewunken. Einfach mitlaufen und lächeln.
Bei der Siegerehrung dachten wir, jetzt dürfen wir wieder zuschauen. Falsch gedacht. Plötzlich wurden wir erneut nach vorne gerufen, um Preise zu übergeben. Ob das alles so geplant war oder spontan entstand, wissen wir bis heute nicht. Aber es hat auch Spass gemacht.
Unsere Mädchen konnten viele Zertifikate mit nach Hause nehmen, und wir waren richtig stolz auf sie. Es war ein bunter, lauter, leicht chaotischer und wunderschöner Abschluss vor den Schulferien. Ein Tag, den wir so schnell nicht vergessen werden.
Eure Maura und Alessia