Mittendrin statt nur dabei.

Über unseren Blog „Mitten im Geschehen“ bleibt ihr täglich auf dem Laufenden über alles, was im Angels Home for Children in Sri Lanka passiert. Sowohl Frank und Julia, unsere Projektleiter, als auch die Freiwilligen teilen hier ihre Erfahrungen – von witzigen Alltagsmomenten bis hin zu besonderen Einblicken in das Leben in Sri Lanka. Mit unseren Beiträgen möchten wir euch regelmäßig zeigen, was wir dank eurer Unterstützung mit dem Dry Lands Project e.V. für die Kinder vor Ort bewegen. Viel Spaß beim Lesen und Mitfiebern!

Einblicke in das Leben - Eine Erkundung der lokalen Kultur

Rest Day - auf zum Strand! Rest Day - auf zum Strand!
Marawila Beach

Woche drei hatte wieder einiges zu bieten: Von meinen ersten Eindrücken am Marawila Beach bis hin zur ersten Tuk-Tuk-Fahrt mit Disha, Deepani und zwei Mädels – es bleibt spannend! Aber fangen wir von vorne an.

An meinem freien Tag drängt es mich natürlich, die Gegend rund um Marawila zu erkunden. So zieht es mich zum bekannten Marawila Beach. Der Ort ist kaum touristisch geprägt und der Alltag der Singalesen lässt mich tief in die lokale Kultur eintauchen. Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass der Strand nicht von tausenden Menschen im Bikini überlaufen ist. Stattdessen trifft man hier kaum auf Reisende wie mich und schnell wird mir bewusst, dass ich anders bin als alle anderen. Angst muss man zwar keine haben, jedoch sollte man sich auf Kommentare oder Bemerkungen einstellen. Ich sehe einfach anders aus und so etwas sieht man hier nicht jeden Tag. Es ist jedoch unglaublich spannend zu beobachten, wie die Menschen hier leben. So lerne ich die echte Kultur kennen und nicht eine von Tourismus und Klischees geprägte, unrealistische Welt.

Wie leider in vielen anderen Ländern der Welt, wird auch in Sri Lanka schnell deutlich, wie weit die Kluft zwischen Arm und Reich auseinandergeht. Auf der einen Seite stehen prächtige Gebäude, die kaum schöner sein könnten. Doch auf dem Rückweg ins Kinderheim begegnen einem viele heruntergekommene, slumähnliche Wohnviertel. Es ist für mich schwer vorstellbar, wie Menschen unter solchen Bedingungen leben können, aber auf diese Weise zeigt sich mir wenigstens die wahre Realität dieses Landes. 

Im Kinderheim angekommen, reflektiere ich schnell, welch ein Privileg es ist, die Kinder hier zu wissen – sicher und geborgen, mit einem Recht auf Bildung und Zukunftsperspektiven. Was sie daraus machen, liegt in ihren Händen, doch sie erhalten die Möglichkeit, ihr Schicksal zu bewältigen und neue Wege einzuschlagen, unabhängig davon, was ihnen in der Vergangenheit widerfahren ist.

Ein paar Tage später holten mich zwei Mädchen ab und schon ging die Fahrt mit dem Tuk Tuk – zu viert auf der Rückbank los. Freitags ist immer Wochenmarkt und mit den Einheimischen läuft es gleich viel leichter. Auf dem Markt wird ordentlich gehandelt, um die fairsten Preise zu bekommen. Von Bohnen, Mangos, Zwiebeln, Kürbissen, Tomaten – war alles dabei, um unsere Vorratskammer wieder aufzufüllen und die Mädchen mit Essen zu versorgen. Es ist schon interessant zu sehen, was man hier schon für ein paar Rupien alles bekommt.

Das Tuk-Tuk-Fahren zählt zu meinen persönlichen Highlights hier. Man hat das Gefühl, direkt im Geschehen dabei zu sein, kann sein Gepäck gut unterbringen und muss sich selbst nicht der Gefahr aussetzen, sich durch den chaotischen Verkehr zu drängeln. Sri Lanka ist definitiv die Definition von laut, chaotisch und durcheinander. Doch genau das war es, was mich gereizt hat, hierherzukommen – neue Welten und Kulturen zu entdecken, sowohl das Positive als auch das Negative zu sehen und dabei die wesentlichen Dinge, wie die freiwillige Arbeit mit den Kindern, nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich bin gespannt, was die nächste Zeit noch für mich bereithält. Bis dann! Eure Nina


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Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen
 

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